V2G bei Easee – Was es in der Praxis bedeutet

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Artikelzusammenfassung

Easee Charge Max und Charge Pro sind V2G-fähig, das heißt, sie enthalten bereits die Hardware, die für den bidirektionalen Energiefluss erforderlich ist.

V2G ist heute in Europa für Endverbraucher nicht kommerziell verfügbar, da es von der Fahrzeugunterstützung, den Diensten der Energieanbieter und den nationalen Vorschriften abhängt und nicht vom Ladegerät selbst.

Wenn das Ökosystem bereit ist, werden dieselben Ladegeräte wichtige bidirektionale Ladeszenarien unterstützen, wie z. B. V2G-Export und die Teilnahme an Flexibilitätsmärkten, ohne dass Hardware-Upgrades erforderlich sind.

Was V2G bedeutet 

V2G (Vehicle-to-Grid) bezieht sich auf den bidirektionalen Energiefluss zwischen dem Elektrofahrzeug und dem elektrischen System: 

  • Fahrzeug zum Haus (V2H): Versorgung eines Gebäudes mit Energie, zum Beispiel während teurer Stunden oder Stromausfällen
  • Fahrzeug zum Netz (V2G): Rückspeisung von Energie ins Netz und Reaktion auf Netzsignale über die Cloud.

Wenn die Ladegeräte-Hardware bidirektionalen Stromfluss unterstützt, gilt sie als V2G-fähig.

Was V2G-fähig bedeutet 

V2G-fähig bedeutet, dass die Ladegeräte-Hardware darauf vorbereitet ist, bidirektionalen Energiefluss zu unterstützen. Es bedeutet nicht, dass V2G-Dienste heute verfügbar oder standardmäßig aktiviert sind.

Die tatsächliche Nutzung von V2G hängt von Faktoren außerhalb des Ladegeräts ab:

  • Das Fahrzeug muss bidirektionales Laden unterstützen
  • Der Energieanbieter muss einen V2G-Dienst anbieten
  • Nationale Vorschriften müssen bidirektionalen Energieexport und Abrechnung erlauben

Easee Charge Max und Charge Pro 

Easee Charge Max und Charge Pro enthalten bereits alle für bidirektionales Laden erforderlichen Hardwarekomponenten:

  • Bidirektionaler Leistungselektronikpfad, der den Stromfluss sowohl ins als auch aus dem Fahrzeug ermöglicht
  • PLC-Kommunikation, die die ISO 15118-Verhandlung zwischen Ladegerät und Fahrzeug ermöglicht
  • Steuerungselektronik und Cloud-Konnektivität für Sicherheit, Logik und zukünftige Netzsignalverarbeitung

Es sind keine externen Module, Nachrüstungen oder Hardware-Upgrades erforderlich.

PS! Es gibt zwei Versionen von Charge Max mit einigen Unterschieden in der Messzertifizierung. Mehr dazu in unseren FAQ.

Die V2G-Situation heute und in der Zukunft

Heute
V2G ist heute in Europa für Endverbraucher nicht kommerziell verfügbar. Obwohl die Ladegeräte-Hardware bereits fähig ist, erfordert V2G Unterstützung von Fahrzeugherstellern, Energieanbietern und nationalen Regulierungsbehörden, bevor Dienste angeboten werden können.

Nur eine begrenzte Anzahl von Elektrofahrzeugmodellen unterstützt derzeit bidirektionales Laden, und die meisten großen Fahrzeughersteller haben diese Funktionalität noch nicht aktiviert. Außerdem werden Standards wie ISO 15118-20 von den Fahrzeugherstellern noch unterschiedlich interpretiert und umgesetzt, was zu Variationen in der Kommunikation zwischen Fahrzeugen und Ladegeräten führt. Aus diesen Gründen ist V2G heute unabhängig von der Marke des Ladegeräts nicht kommerziell verfügbar.

In der Zukunft
Wenn das Ökosystem bereit ist und die Standards ausgereift sind, können Kunden neue Anwendungsfälle erwarten, wie z. B. die Versorgung ihres Hauses während teurer Stunden (V2H), die Rückspeisung von Energie ins Netz (V2G), die Teilnahme an Flexibilitäts- oder Ausgleichsmärkten sowie die automatische Energieoptimierung basierend auf Strompreis und Verbrauch.

Keines dieser Szenarien erfordert zukünftige Hardwareänderungen an Easee-Ladegeräten, da die Hardware bereits vorbereitet ist.

Mehr über Easee und V2G lesen Sie hier: 

FAQ: Easee V2G

V2G: Die nächste EV-(R)evolution

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