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Lastabwurf nach §14a EnWG mit Easee – Steuerung und Installation

  • Aktualisiert
§14a EnWG mit Easee: Lösung auswählen und installieren

§14a EnWG mit Easee

Prüfe, ob deine Installation unter §14a fällt, welche Easee-Lösung passt und wie die Steuerung umgesetzt wird.

Verantwortlich: EaseeZuletzt aktualisiert: 3. September 2026
Gilt für:Deutschland · Nicht öffentlich zugängliche Easee-Ladeinstallationen · §14a EnWG
Für:Standortbesitzer · Planer · Autorisierte Elektrofachkräfte

Wenn du eine Easee-Ladeeinrichtung in Deutschland planst oder installierst, kann §14a EnWG Anforderungen an ihre Steuerbarkeit durch den Netzbetreiber stellen.

Dieser Artikel führt dich von der Einordnung deiner Installation über die Auswahl der passenden Easee-Lösung bis zur technischen Umsetzung und Funktionsprüfung.

Du weißt bereits, dass §14a für deine Installation gilt?

Direkt zur passenden Easee-Lösung springen

01Gilt §14a für meine Installation?

§14a EnWG ermöglicht dem Verteilnetzbetreiber, den netzwirksamen Leistungsbezug bestimmter steuerbarer Verbrauchseinrichtungen bei einer konkreten lokalen Netzüberlastung vorübergehend zu reduzieren. Prüfe zuerst diese vier Kriterien.

01

Nicht öffentlich zugänglicher Ladepunkt

Zum Beispiel an einem Wohnhaus, Mehrfamilienhaus, Arbeitsplatz oder nicht öffentlich zugänglichen Firmenstandort.

02

Netzanschlussleistung über 4,2 kW

Der Schwellenwert bezieht sich auf die Anschlussleistung des Ladepunkts, nicht auf eine einzelne Ladesitzung.

03

Anschluss am Niederspannungsnetz

Der Anschluss kann direkt oder indirekt hinter dem Netzanschlusspunkt des Gebäudes liegen.

04

Inbetriebnahme ab 1. Januar 2024

Für ältere, ersetzte oder wesentlich veränderte Anlagen können Übergangsregeln gelten.

4,2 kW ist keine dauerhafte Ladegrenze

Bei direkter Steuerung muss für die steuerbare Verbrauchseinrichtung grundsätzlich eine netzwirksame Mindestleistung von 4,2 kW verfügbar bleiben. Werden mehrere steuerbare Verbrauchseinrichtungen über ein Energiemanagementsystem koordiniert, gelten die dafür vorgesehenen Summen- und Gleichzeitigkeitsregeln.

Bei Bestandsanlagen und Sonderfällen legt der zuständige Netzbetreiber fest, welche Übergangsregel, Steuerungstechnik und welches Verfahren anzuwenden sind.

02Wie funktioniert §14a mit Easee?

Die Steueranforderung läuft lokal über einen physischen Signalpfad zur Easee-Ladeinstallation.

01

Steueranforderung empfangen

Eine externe Steuereinrichtung, zum Beispiel eine FNN-Steuerbox oder ein Rundsteuerempfänger, stellt die Anforderung des Netzbetreibers bereit.

02

Kontaktzustand übertragen

Ein potenzialfreier Kontakt überträgt den Zustand an die ausgewählte Messlösung. Kontaktlogik und Verdrahtung richten sich nach Gerät und Netzbetreiber.

03

Steuerwert lokal bereitstellen

Die Messlösung und der Equalizer stellen die konfigurierte Begrenzung den zuständigen primären Ladegeräten bereit.

04

Ladeleistung anpassen

Die Ladegeräte wenden die Begrenzung an, solange die Anforderung aktiv ist. Danach gelten wieder die normalen Standort- und Stromkreisgrenzen.

Physischer Steuerpfad

EEBUS wird für diese Easee-§14a-Konfiguration nicht unterstützt. Eine andere digitale Schnittstelle erfordert eine separat dokumentierte und freigegebene Projektplanung.

03Welche Easee-Lösung brauche ich?

Wähle die Messlösung nach der Größe der Installation. Die Tabelle führt direkt zum passenden Konfigurationspfad.

Easee-Lösung nach Installationsgröße
Lösung Installationsgröße Nächster Schritt
Equalizer Amp Bis 100 A Eine Steuerstufe in der Installer App; zwei bis vier Steuerstufen über Easee Support
CVM E3 mini Über 100 A bis 250 A Modbus-Konfiguration und passende Projektzeichnung verwenden
Janitza UMG 604 Pro Über 250 A Modbus-Konfiguration und passende Projektzeichnung verwenden

Equalizer Amp gewählt?

Kläre, wie viele Steuerstufen der Netzbetreiber verlangt. Wähle dann die passende freigegebene Zeichnung. Eine Steuerstufe wird in der Installer App konfiguriert; für zwei bis vier Steuerstufen ist Easee Support erforderlich.

Installationszeichnung auswählen

Equalizer Amp: Zeichnung nach Anzahl der Steuerstufen
Steuerstufen Installationszeichnung Konfiguration
1 Zeichnung öffnen Installer App
2 Zeichnung öffnen Easee Support
3 Zeichnung öffnen Easee Support
4 Zeichnung öffnen Easee Support

1 Steuerstufe

Schließen
Installationszeichnung für den Equalizer Amp mit FNN-Steuerbox und einem Steuerkontakt S1

Die Zeichnung wird in Originalgröße angezeigt. Scrolle horizontal und vertikal, um alle Details zu prüfen.

2 Steuerstufen

Schließen
Installationszeichnung für den Equalizer Amp mit FNN-Steuerbox und den Steuerkontakten S1 und S2

Die Zeichnung wird in Originalgröße angezeigt. Scrolle horizontal und vertikal, um alle Details zu prüfen.

3 Steuerstufen

Schließen
Installationszeichnung für den Equalizer Amp mit FNN-Steuerbox und den Steuerkontakten S1, S2 und W3

Die Zeichnung wird in Originalgröße angezeigt. Scrolle horizontal und vertikal, um alle Details zu prüfen.

4 Steuerstufen

Schließen
Installationszeichnung für den Equalizer Amp mit FNN-Steuerbox und den Steuerkontakten S1, S2, W3 und W4

Die Zeichnung wird in Originalgröße angezeigt. Scrolle horizontal und vertikal, um alle Details zu prüfen.

Modbus-Zähler gewählt?

Für CVM E3 mini und Janitza UMG 604 Pro gelten eigene Verdrahtungen und Steuerzustände. Verwende nur die Zeichnung, die zur ausgewählten Messlösung und zur bestätigten Projektplanung gehört.

04Welche lokale Verbindung wird benötigt?

Der Equalizer muss den Steuerwert lokal an die zuständigen primären Ladegeräte übertragen können.

Lokaler Kommunikationsweg nach Installation
Installation Lokaler Kommunikationsweg Voraussetzung
Ein Ladestromkreis Easee Link RF möglich Zuverlässige Funkabdeckung zwischen Equalizer und primärem Ladegerät
Mehrere Ladestromkreise Gemeinsames lokales WiFi Equalizer und alle primären Ladegeräte verwenden dasselbe lokale Netzwerk
Internet Für den lokalen §14a-Steuerpfad nicht erforderlich Die erforderliche lokale RF- oder WiFi-Verbindung bleibt bestehen

WiFi ist nicht dasselbe wie Internet

Ein Cloud-Offline-Status bedeutet nicht automatisch, dass der lokale Steuerpfad ausgefallen ist. Umgekehrt bestätigt ein Cloud-Online-Status nicht, dass der Equalizer jedes primäre Ladegerät lokal erreicht. Prüfe immer den tatsächlich verwendeten lokalen Kommunikationsweg.

05Installation und Inbetriebnahme

Nutze diesen Ablauf als Übergabe in die technische Dokumentation. Verdrahtung, Kontaktlogik und Steuerwerte müssen zur ausgewählten Lösung und zu den Vorgaben des Netzbetreibers passen.

Nur durch eine autorisierte Elektrofachkraft

Messlösung, externe Steuereinrichtung und Ladeinstallation müssen nach den aktuellen Produktanleitungen und den geltenden elektrotechnischen Vorschriften installiert und in Betrieb genommen werden.

01

Messlösung installieren

Installiere die ausgewählte Messlösung, Sensoren, Spannungsversorgung und den Equalizer gemäß der aktuellen Produktanleitung.

02

Externes Steuersignal anschließen

Verdrahte die potenzialfreien Kontakte genau nach der ausgewählten AMP-Zeichnung oder der bestätigten Modbus-Projektzeichnung.

03

Lokalen Kommunikationsweg sicherstellen

Prüfe Easee Link RF oder das gemeinsame lokale WiFi passend zur Anzahl der Ladestromkreise.

04

GPI Ripple Control konfigurieren

Konfiguriere in der Installer App die bestätigten Steuerwerte und die Kontaktlogik. Zwei bis vier Steuerstufen des Equalizer Amp werden über Easee Support eingerichtet.

05

Reale Steueranforderung testen

Löse das externe Signal aus und dokumentiere die Reaktion der gesamten Ladeinstallation.

06Funktion prüfen

Prüfe nicht nur einen App- oder Cloud-Status. Entscheidend ist die Reaktion der Installation auf eine reale externe Steueranforderung.

01

Normalzustand prüfen

Kontrolliere, ob Messwerte, Ladefreigabe und Leistungsgrenzen im Normalzustand plausibel sind.

02

Steueranforderung auslösen

Schalte den realen externen Kontakt für jede konfigurierte Steuerstufe.

03

Reaktion und lokalen Pfad prüfen

Bestätige, dass alle betroffenen Ladestromkreise den erwarteten Steuerwert lokal anwenden und nach Ende der Anforderung zurückkehren.

04

Ergebnis dokumentieren

Halte Signalzustand, Steuerstufe, lokale Verbindung und resultierende Ladeleistung im Inbetriebnahmeprotokoll fest.

Prüfung abgeschlossen

Die Installation ist abgeschlossen, wenn das reale externe Signal ausgelöst, der lokale Kommunikationsweg bestätigt und die resultierende Ladeleistung dokumentiert wurde.

Die Anlage reagiert nicht wie geplant?

Notiere Messlösung, Anzahl der Ladestromkreise und Steuerstufen, Kontaktzustand, lokalen Kommunikationsweg sowie beobachtete Ladeleistung. Diese Angaben werden für die gezielte Fehleranalyse benötigt.

Quellen und technische Dokumentation

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